Das Simultan in Zahlen
Gegner: 30
Dauer: Knapp 6 Stunden
Endergebnis: 18 Siege, 9 Remis, 3 Niederlagen
Sechs Stunden im Tunnel
Normalerweise dauern Simultanveranstaltungen dieser Größenordnung drei bis vier Stunden. In Dortmund war das Teilnehmerfeld mit einem DWZ-Schnitt von über 1700 allerdings ein echtes Kaliber – es gab praktisch keine Anfänger, und fast jeder Gegner suchte mutig das taktische Gefecht.
Ich war völlig im Tunnel und habe die Zeit komplett verschätzt. Nach knapp sechs Stunden mussten wir das Simultan gegen 20:00 Uhr vorzeitig beenden, da der Saal für eine Trauergemeinde am Abend reserviert war. Zu diesem Zeitpunkt liefen noch acht Partien, die wir dann nach Stellungseinschätzung gewertet haben. Ein so langes Simultan habe ich in meiner gesamten Laufbahn noch nie gespielt.
Nach dem Event übernachtete ich in Dortmund und drehte am Abend noch mein Video zur 4. Runde der Schacholympiade, bevor es am Sonntag mit der Bahn zurück nach Hamburg ging.
Weitere Eindrücke und Bilder vom Event findet ihr auch in meinem Instagram-Beitrag.
Ausgewählte Partien zum Nachspielen
Fünf besonders spannende Partien aus dem Simultan habe ich analysiert (alle auf lichess nachspielen):
Souleidis-Franzel
Souleidis-Cömert
Souleidis-Schwick
Souleidis-Haneberg
Souleidis-Blasczyk
Video-Analyse: Wilder Schlagabtausch gegen Alkan Baris Cömert
Eine besonders wilde Partie spielte ich gegen Alkan Baris Cömert. Nach einem ruhigen Colle-Aufbau in der Eröffnung startete Schwarz einen kompromisslosen Königsangriff, der mich am Brett voll forderte. Die ausführliche Video-Analyse der Partie mit allen taktischen Wendungen gibt es auf meinem YouTube-Kanal:
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