Anlässlich ihres 40-jährigen Vereinsjubiläums lud mich der SC Gambit Gusenburg am Samstag, den 20. Juni, zu einer Simultanveranstaltung ein. Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es ab 14:00 Uhr an den Brettern zur Sache.
Ein Blick zurück auf die Vereinsgeschichte
Bevor die Uhren gestartet wurden, gab es ein schönes Rahmenprogramm: Vier der Gründungsmitglieder ließen die 40-jährige Geschichte des SC Gambit Gusenburg Revue passieren und gaben interessante Einblicke in die Anfänge des Vereins.
Den offiziellen Eindruck des Vereins zum gesamten Jubiläumstag könnt ihr euch auch direkt im Instagram-Beitrag des SC Gambit Gusenburg anschauen.
Das Simultan in Zahlen
Startzeit: Gegen 14:00 Uhr
Gesamtdauer: 3,5 Stunden
Partien gesamt: 29
Bilanz: 24 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen
Hitzeschlacht und WM-Fieber
Die Rahmenbedingungen am gesamten Wochenende waren extrem warm, was den Nachmittag am Brett zu einer echten mentalen und physischen Herausforderung machte. Nach den intensiven dreieinhalb Stunden war ich entsprechend komplett platt.
Meine Reise hatte bereits am Freitag mit der Ankunft in Trier begonnen, wo ich zwei Nächte verbrachte. Nach dem anstrengenden Simultan am Samstag reichte die Energie abends im Hotel leider nicht mehr für das volle Sportprogramm: Beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste bei der Fußball-WM war für mich nach der ersten Halbzeit Schluss – die Müdigkeit hat gesiegt. Am Sonntag ging es dann mit der Bahn wieder zurück nach Hause.
Partieanalyse: Lehrstunde beim Gründungsmitglied
Eine meiner beiden Verlustpartien musste ich gegen Prof. Dr. Ernst Georg Haffner quittieren. Er ist nicht nur Professor für Informatik und Mathematik an der Hochschule Trier, sondern war vor dem Simultan auch einer der vier erwähnten Vereinsgründer, die aus der Chronik erzählten. Am Brett zeigte er mir, dass er auch schachlich nichts verlernt hat.
Hier ist die detaillierte Analyse meiner Verlustpartie:
